Die meisten von uns gehören zur Gruppe der vernunftorientiert handelnden Menschen, die ihre Entscheidungen auf Basis nüchternen, wirtschaftlichen und analytisch-wissenschaftlichen Kalküls treffen und Meinungen, Gefühle und Überzeugungen demokratisch-tolerant akzeptieren, diesen aber lediglich eine schmückende, abrundende Bedeutung zukommen lassen.

Sind wir das wirklich? Zumindest sind wir davon überzeugt, eine Art Homo Oeconomicus zu sein. Allerdings wissen wir (besser gesagt: wissen Hirnforscher), dass die Realität eigentlich genau andersherum aussieht: der Mensch erwirbt sich im Laufe seines Lebens auf Basis der gemachten Erfahrungen vereinfacht formuliert eine Art personalisiertes Abbild der Welt, wie sie wirklich ist, und führt sein Leben gemäß dieser individuellen Interpretation der de facto Realität.

Mit diesem Unterschied zwischen Anspruch und Wirklichkeit lebt es sich insofern passabel, als dass wir alle Menschen sind und uns ausschließlich innerhalb des von uns selbst geschaffenen Bezugsrahmens bestehend aus Regeln, Konventionen, Wissenschaften und anderen Bildungsinhalten, sowie der Nutzung selbst erfundener Geschichten und Instrumente wie Gesetze, Währungen, Termine, Unternehmen, etc. – quasi inside the human box. Aus diesem Bezugsrahmen herauszutreten entspricht im Schwierigkeitsgrad dem „sich am eigenen Schopfe (aus dem Schlamassel) herausziehen“ – ist also beileibe nicht trivial.

Das scheinbare Dilemma

Um unser Leben und unsere eigenen individuellen Verhaltensweisen einigermaßen neutral betrachten zu können, müssen wir uns auf den Posten des Beobachters zurückziehen. Wenn wir erkennen, dass wir nicht nur andere, sondern auch uns selbst beobachten und daraus neue, oft überraschende, Erkenntnisse ziehen können, eröffnet sich für uns eine neue Welt. Von dieser Welt berichten buddhistische Mönche und andere sogenannte Erleuchtete, die scheinbar diese neue Welt nicht nur sehen, sondern auch in ihr Leben können. Für uns „normale“ Menschen, die mit den Herausforderungen eines demokratisch-westlichen Alltags konfrontiert sind, wirkt diese Erkenntnis einer neuen Welt gewissermaßen wie eine Entrücktheit, die beneidens- oder gar erstrebenswert ist, von der wir aber aus allerlei praktischen Erwägungen Abstand nehmen nüssen. Wir können nun einmal nicht täglich stundenlang meditieren oder das Geldverdienen ignorieren, denn wir haben Arbeitsverträge und Kinder, die ernährt und ausgebildet werden wollen.

Die gute Nachricht

Es gibt jedoch eine ziemlich einfache Lösung für dieses scheinbare Dilemma: auch dem rational denkenden Memschen mit seinen banalen Alltagsherausforderungen ist es ohne größere Umstände möglich, aus seinem bisherigen Bezugsrahmen herauszutreten, den Beobachterposten einzunehmen und so eine zusätzliche, weitere Sicht auf die Welt im allgemeinen und sich selbst im besonderen zu erlangen. Und das Beste an dieser guten Nachricht: jeder Mensch kann diese Fähigkeit leicht, in kurzer Zeit und ohne nennenswerte Opportunitätskosten erwerben. Wie? In der Langversion, inklusive einer willentlichen Veränderung des eigenen Lifestyles mit dem konkreten Ziel, ein höheres Level an Lebensqualität zu erlangen, durchläuft der Memsch einen Prozess der Neuprogrammierung von Körper und Geist. Ausgehend vom Ersatz alter, überkommener Realitätsmodelle durch neue, aktualisierte und besser geeignete Versionen, passt der Mensch auf körperlicher und geistig-intellektuelle Ebene seine Verhaltensweisen an und erfindet sich quasi neu.

QUICK REWIRE – Der 5-Minuten-Neustart für Eilige

Ganz eilige Menschen, die ohne Umschweife bereits heute mit dem Prozess der Neuprogrammierung beginnen wollen, können sich der Kurzversion der REWIRE Ugrade Methode bedienen – dafür benötigen Sie lediglich 5 Minuten Zeit:

  1. Setzen Sie sich an einem ungestörten Ort bequem hin und schließen Sie die Augen.
  2. Konzentrieren Sie sich auf und fühlen Sie in dieser Reihenfolge: Finger, Hände, Arme, Kopf, Hals, Oberkörper, Unterkörper – zuletzt den ganzen Körper.
  3. Denken Sie darüber nach, ob Sie sich heute selbst Leid getan haben. Ersetzen Sie dieses Selbstmitleid durch einen mit der konkreten Klage verwandten, jedoch positiven Gedanken.
  4. Denken Sie an eine ihrer Eigenschaften, auf die Sie heute oder vor kurzem besonders stolz sein können und seien Sie sich selbst dankbar dafür.
  5. Denken Sie an einen Menschen, über den Sie sich kürzlich geärgert haben und vergeben Sie ihm spontan – und zwar solange, bis Sie ihm gegenüber keinen Groll mehr hegen.
  6. Konzentrieren Sie sich wieder auf Ihren Körper (wie unter 1. und vergewissern Sie sich der Richtigkeit dessen, was Sie unter 3.-5. gedacht haben.
  7. Öffnen Sie Ihre Augen und lächeln Sie etwas über sich selbst.

Diese Kurzübung in Mindfulness dauert nur 5 Minuten, kostet nichts und Sie müssen ihren rational denkenden Freunden gegenüber keine esoterischen Techniken oder neu angeschafften Gerätschaften verargumentieren. Kurzum: selbst aufgeklärten Europäern, die mit beiden Beinen im Leben stehen, bietet die QUICK REWIRE Methode die Möglichkeit, für einen kurzen Moment aus der limitierenden Box des eigenen Lebens herauszutreten, zu seinem eigenen Beobachter zu werden und damit eine neue Perspektive auf das Leben zu gewinnen. Probieren Sie es aus, Sie werden überraschat sein, wie positiv sich diese 5 Minuten auf Ihr Leben auswirken.

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