Eine Suche nach den Worten “Ziele set­zen” ergibt auf der deutschen Ama­zon Web­site über 5.000 Ergeb­nisse. Ergänzt man das Adverb “sin­nvoll”, reduziert sich die Anzahl der Suchergeb­nisse auf 51. Schein­bar eignet sich bere­its dieser ein­fache Algo­rith­mus für das effiziente Auffind­en hil­fre­ich­er Zielset­zungs-Rat­ge­ber.

Dabei ist die Beant­wor­tung der Frage, wie ich mir sin­nvoll Ziele im Leben set­ze, ziem­lich sim­pel: sin­nvoll sind diejeni­gen Ziele, deren Erre­ichung ich selb­st kom­plett in der Hand habe. In dieser ein­fachen Erken­nt­nis liegt das ganze Geheim­nis. Sobald ich mir etwas vornehme, was ich selb­st steuern und voll­ständig bee­in­flussen kann, bin ich tat­säch­lich meines Glück­es Schmied – wobei “Glück” im sprich­wörtlichen Zusam­men­hang als pos­i­tives Schick­sal zu ver­ste­hen ist. Set­ze ich mir dage­gen Ziele, deren Erre­ichen von anderen Per­so­n­en oder Umstän­den abhängt, gle­icht dies eher einem Vaban­que­spiel: mit etwas Glück (hier ist tat­säch­lich eine sich zufäl­lig ergebende pos­i­tive Wen­dung gemeint) wird das Ziel erre­icht. Ver­fehle ich es jedoch, macht es keinen Sinn, mich selb­st dafür ver­ant­wortlich zu machen, da ja andere Per­so­n­en oder Umstände ein pos­i­tives Ergeb­nis ver­hin­dert haben.  

Viele Men­schen bege­hen diesen ein­fach zu ver­mei­den­den Fehler und machen ihre Leben­squal­ität bere­its bei der Lebens-Zielset­zung von anderen Men­schen, Din­gen oder Umstän­den abhängig. Bekan­nte Beispiele sind Lebenspart­ner, die einan­der glück­lich machen (sollen), wenn dieses oder jenes ein­tritt. Mon­etäre oder beru­fliche Ziele wie das Erre­ichen ein­er bes­timmten Man­age­ment­po­si­tion wer­den eben­so von den meis­ten Men­schen auf die Frage nach ihren Leben­szie­len genan­nt. Dabei ist natür­lich über­haupt nichts am Erre­ichen ein­er Vor­stand­spo­si­tion auszuset­zen – nur sollte man sein Lebens­glück nicht davon abhängig machen. 

Der Zielset­zungs-Life-Hack

Wie kön­nen wir aus den genan­nten und anderen typ­is­chen Zie­len mit einem Trick sin­nvolle Ziele machen, die uns unmit­tel­bar gelassen­er wer­den und pos­i­tiv­er in die Zukun­ft blick­en lassen? Indem wir sie auf das reduzieren, was wir selb­st bee­in­flussen kön­nen. Beispiel­sweise kön­nen wir das Ziel:” Ich möchte immer mit mein­er Lebenspart­ner­in glück­lich ver­liebt zusam­men­bleiben” – ein Ziel, das offen­sichtlich min­destens auch von der Lebenspart­ner­in abhängt – ändern in: “Ich werde mein­er Lebenspart­ner­in ein best­möglich­er Part­ner sein”. Jedes­mal, wenn wir uns dann dabei erwis­chen, dieses Ziel unterzuer­füllen, kön­nen wir dies ändern und wieder unser Best­möglich­es tun. Ana­log kön­nen wir das Ziel: ”Ich möchte in spätestens 5 Jahren Vor­stand der XYZ AG sein” umwan­deln in “Ich werde in den näch­sten 5 Jahren mein Best­möglich­es für die XYZ AG tun”. Ob wir dann den ver­meintlichen Gipfel unser­er Kar­riere erre­ichen, ist in bei­den Fällen zum jet­zi­gen Zeit­punkt unklar – im let­zteren Falle jedoch sitzen wir im driver’s seat und kön­nen 100% zur Ziel­er­fül­lung beitra­gen.

Der Bezug des Ziels auf das, was ich selb­st im Griff habe, führt neben der Auss­chal­tung von mir nicht kon­trol­lier­baren äusseren Umstän­den zusät­zlich zur voll­ständi­gen Konzen­tra­tion auf mein Han­deln – und dies nicht in Zukun­ft, son­dern jet­zt und zu jedem Zeit­punkt. Die Abwen­dung von einem Zus­tand in der Zukun­ft und Hin­wen­dung auf das eigene Tun im Jet­zt gibt mir Sicher­heit und Zuver­sicht. Dieser pos­i­tive Effekt hebt sein­er­seits die Qual­ität meines Han­delns, schlägt sich in pos­i­tivem Feed­back mein­er Umwelt nieder und hil­ft mir somit zusät­zlich dabei, mein Ziel zu erre­ichen. Sich Ziele auf diese Art und Weise zu set­zen, klingt nicht nur bestechend ein­fach, son­dern ist es auch. Ver­suchen Sie es jet­zt!

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