Videospiele – Der Weg zum maßgeschneiderten Neurofeedback

Neurofeedback hat gänzlich ohne Gabe von Medikamenten erstaunliche Resultate im Bereich psychologischer Beschwerdebilder wie Depression, ADHS/ADS, Epilepsie und dergleichen mehr erzielt und zieht zunehmend Interesse auf sich. Die Besonderheit ist, dass Neurofeedback sowohl als technisch versierter Ansatz, als auch als ganzheitliche Therapieform zu überzeugen weiß. Gerade diese Kombination legt nahe, dass man mithilfe dieses Verfahrens belastbare Messwerte über die Gehirnaktivität generiert und dem Patienten bzw. Kunden zugleich auf schonende sowie kurzweilige Art und Weise eine Rückmeldung über seinen mentalen Zustand gibt. Das Feedback kann komplett auf die Bedürfnisse und den Trainingsfortschritt des Einzelnen abgestimmt werden.

Das Team von brainboost Neurofeedback und die Praxis für Neurofeedback haben es sich seit ihrem Bestehen zur Aufgabe gemacht, diese faszinierende Technologie weiter zu erforschen und auch deren Anwendung vor dem Hintergrund der individuellen Kundenbedürfnisse kontinuierlich zu professionalisieren. Die Qualität der Trainings konstant hoch zu halten und darüber hinaus sogar noch zu verbessern, rückt hierbei besonders in den Fokus. Neben der bloßen Erbringung einer therapeutischen bzw. Coaching-Leistung entwickelt brainboost daher eigens Feedback- Videospiele zur Realisierung des optimalen Trainingserfolgs. Diese Applikationen sind für vordefinierte Trainingsziele maßgeschneidert und erlauben so einen höchst effizienten Einsatz des Feedbacks.

Neben der generellen Wahrnehmung teils unterbewusster Gefühlsmuster eignen sich Feedback- Spiele hervorragend, dem Trainierenden unmittelbar aufzuzeigen, in welchem Bewusstseinszustand er sich im Augenblick befindet. Während Filme ein Abdriften des Trainierenden relativ leicht verzeihen, da man immer noch einem Handlungsstrang folgen kann, auch wenn sich das TV-Bild verkleinert, sind Spiele extrem direkt in Ihrer Rückmeldung. Hier sieht sich das Gehirn des Trainierenden lediglich mit dem Effekt seiner unverfälschten Gehirnaktivität konfrontiert, indem beispielsweise eine Spielfigur zum Schweben gebracht wird oder eben nicht. Aufgrund dessen lernt man besonders effektiv, bewusste Kontrolle über seine Hirnaktivität auszuüben. Diese Herangehensweise eignet sich hervorragend in einem Stadium des Neurofeedback- Trainings, in dem die Selbstregulation der Hirnströme bereits in Grundzügen mithilfe von visuellem oder auditivem Feedback erlernt wurde. Danach werden im Trainingsverlauf immer häufiger Spiel- Sequenzen eingestreut, um dadurch den Bewusstseinsprozess für veränderte Aktivierungszustände zu schärfen und gezielt zu kontrollieren.

Das über Videospiele vermittelte Feedback wird zwar seit längerem in extrem simpler Form praktiziert, aber was im Lernprozess eine gewaltige Rolle spielt und bisher gänzlich vernachlässigt wurde, sind Design und ausgeklügelte Feedbackmechanismen. Je ansprechender die rückgemeldeten Signale an den Kunden ausfallen, desto größer ist der Effekt des Lernreizes. An diesem neuralgischen Punkt setzt die Arbeit des Unternehmens brainboost an, das sich mit mehreren Game-Designern und Programmierern darauf spezialisiert hat, das Layout und die Performance der Spiele perfekt auf die Gegebenheiten einer einzelnen Neurofeedback-Einheit und die individuellen Kundenwünsche abzustimmen. Im Folgenden werden in Kürze zwei Feedback- Varianten vorgestellt, die neben ihrer Gestaltung auch in ihrem Schwierigkeitsgrad variieren.

1. Das Teichspiel:
Hier wird der Betrachter in die Szenerie einer Teichlandschaft versetzt und hat die Aufgabe, einen Wellenkreis zu vergrößern. Je nach Durchmesser, die durch farblich voneinander abgehobene Zonen gekennzeichnet sind, erhält der Spieler Punkte. Darüber hinaus wird mit zunehmendem Score das Wasser klarer, Seerosen sprießen ein und Fische schwimmen durch das Bild. Da das Feedback in Echtzeit übermittelt wird, wächst und schrumpft der Kreis auch dementsprechend. Einmal erhaltene Punkte gehen zudem nicht wieder verloren, wenn man negatives Feedback in Form eines kleinen Wellenkreises erhält.

Neurofeedback Teichspiel


2. Das Mönchsspiel
Vor dem Hintergrund eines buddhistischen Klosters muss ein meditierender Mönch zum Schweben gebracht werden. Je höher er dabei in der Luft steht, desto mehr Chi sammelt sich in der Thermometer-Leiste auf der linken Bildschirmseite an, die in unterschiedliche Stufen aufgeteilt ist. Umgekehrt leert sich die Anzeige auch wieder, wenn sich der Mönch wieder dem Boden nähert. In diesem Punkt besteht der große Unterschied zum Teichspiel, bei welchem der Zählerstand niemals reduziert wird. Dies gestaltet sich aus motivatonaler Hinsicht bedeutend einfacher, da sich selbst nachlassende Leistung nicht negativ im Score niederschlägt. Das Chi-Thermometer des Mönchs geht hingegen unmittelbarer mit dem Trainierenden ins Gericht und meldet ihm unverblümt zurück, wie er sich aktuell schlägt. Dementsprechend ist der Schwierigkeitsgrad auch höher anzusiedeln, was wiederum Training auf einem ambitionierterem Leistungsniveau erlaubt.

Neurofeedback Mönchspiel

Das brainboost-Team konzipiert und entwickelt neben den beiden exemplarisch dargestellten Feedback-Spielen zahlreiche weitere Varianten, von denen sich auch bereits eine Vielzahl erfolgreich im Einsatz befindet. Es ist vor allem vor dem Gesichtspunk sinnvoll, dem Kunden eine Fülle an Feedback-Optionen anzubieten, dass man das Gehirn ständig mit Reizwechseln konfrontiert und somit einen wesentlich stärkeren Lerneffekt erzielt, der dem Leistungs-Niveau adäquat angepasst werden kann.

Ein Beitrag von Maximilian Lutz, brainboost Neurofeedback

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